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Professur für Angewandte Systemwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Verteidigungsplanung
Professur für Angewandte
Systemwissenschaft
unter besonderer Berücksichtigung der
Sicherheitspolitik
Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte,
Forschungsvorhaben aus Mitteln Dritter,
Promotionen,
Wissenschaftliche Veranstaltungen,
Publikationen,
Adresse / Curriculum Vitae,
Mitarbeiter
Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte
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Untersuchungen zur Weiterentwicklung der Bundeswehr und der
europäischen Streitkräfte (Veröffentlichungen dazu)
Es werden Untersuchungen zur europäischen Sicherheit und zur Weiterentwicklung der
Streitkräfte in Europa und insbesondere der Bundeswehr vorgenommen. Hierbei stehen
Fragen im Zusammenhang mit der NATO-Erweiterung, den neuen Aufgaben des Bündnisses, der
Wehrpflicht, der Modernisierung der Streitkräfte und der Lastenteilung im Bündnis im Vordergrund.
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Untersuchungen an formalen Modellen internationaler Systeme als Beitrag zur Theoriediskussion
Es werden mathematische Modelle der Interaktionen von Staaten eines internationalen Systems entwickelt, um anhand von Rechenexperimenten verschiene Theorien der Internationalen Beziehungen und ihre Auswirkung auf das Stabilitätsverhalten internationaler Systeme zu untersuchen.
- Haushaltsanalysen zur vergleichenden Beurteilung des Einsatzpotentials von Streitkräften
Anhand vergleichender Haushaltsanalysen wird die These untersucht, dass das über mehrere Jahre gemittelte Niveau der Ausgaben in den prinzipiellen Kategorien des Verteidigungsbudgets eines Landes Hinweise auf den Modernisierungsgrad und - in Verbindung mit der Wehrstruktur - die Einsatzfähigkeit seiner Streitkräften gibt.
- Konvergenzkriterien für die Weiterentwicklung der europäischen Streitkräfte
Ein merklicher Abbau der transatlantische Lücke zwischen den militärischen Fähigkeiten der USA und Europas setzt voraus, dass die Europäer hinsichtlich des Wirkungsgrades ihrer kollektiven Verteidigungsausgaben ein den USA vergleichbares Niveau erreichen. Hierfür ist eine Reduzierung der Vielfalt der europäischen Streitkräftestrukturen und eine Beseitigung der infrastrukturellen Redundanz ebenso erforderlich wie eine im Sinne einer fairen Lasten und Risikoteilung notwendige Angleichung der Verteidigungsausgaben. In diesem Sinne werden Kriterien für eine konvergente Weiterentwicklung der europäischen Streitkräfte mit dem langfristigen Ziel einer europäischen Armee untersucht.
- Stochastische Modelle zur Streitkräfteplanung unter Unsicherheit (in Zusammenarbeit mit Vector Research, Ann Arbor; Michigan)
Die Geschichte militärischer Einsätze im erweiterten Aufgabenspektrum jenseits der Landes- und Bündnisverteidigung erhärtet die These, dass es sich bei den Anlässen für derartige Einsätze um wiederholt eintretende Ereignisse handelt, deren Zwischenankunftszeiten und Dauern durch Wahrscheinlichkeitsverteilungen approximiert werden können. Auf der Grundlage der Warteschlangentheorie wird ein Ansatz zur Abschätzung des Streitkräftebedarfs bzw. der Einsatzverfügbarkeit gegebener Streitkräfte unter Massagabe von politischen und verfahrenstechnischen Vorgaben entwickelt.
- Konzepte und Modelle für militärischen Führungssysteme
Die Forschungsarbeiten sind Teil eines international vernetzten Forschungsprogramms der Research and Technology Organization der NATO zur Entwicklung neuer konzeptioneller Modelle zur Führung vernetzer Koalitionsoperationen unter besonderer Berücksichtigung menschlicher und kultureller Einflussfaktoren in Führungsprozessen.
Forschungsvorhaben aus Mitteln Dritter
Konventionelle Stabilität in Mitteleuropa:Theoretische Grundlagen, Bedingungen und Möglichkeiten
der Realisierung
VW-Stiftung
| Laufzeit: |
10.07.1989 - 31.12.1994 |
| Projektleitung: |
Prof. Dr. R.K. Huber |
| Betreuung: |
Prof. Dr. R. Avenhaus, Prof. Dr. H.W.
Hofmann, Prof. Dr. H. Maneval, Prof. Dr. H. Schelle |
| Mitarbeiter: |
Dr. B. Cao, J. Hermanns, Dr. S.
Kraake, Dr. B. von Stengel, H. Weber; Dr. F. Wißkirchen |
| zeitweise Mitarbeiter: |
C.-K. Kim, R. Schnurer, G.
Seving-Thunich |
Code of Best Practice for the Assement of Command and Control in Operations-Other-Than-War NATO Research and Technology Organization / Zentrum für Analysen und Studien der Bundeswehr / Institut für Technik Intelligenter Systeme (ITIS) an der Universität der Bundeswehr
Bericht
| Laufzeit: |
Juni 1999 - Dezember 2002 |
| Projektleitung: |
Dr. D. Alberts (OSD-NII, USA) / Prof. Dr. R.K. Huber |
Joint Engineering Troops-to-Task Rules / Force Allocation Rules NATO command, Control, and Consultation Agency (NC3A) / Institut für Technik Intelligenter Systeme (ITIS) an der Universität der Bundeswehr
| Laufzeit: |
September 2002 - Januar 2004 |
| Projektleitung: |
Prof. Dr. R.K. Huber |
Exploring New Command and Control Concepts: Development of a C2 Reference Model NATO Research and Technology Organization / Zentrum für Analysen und Studien der Bundeswehr / Institut für Technik Intelligenter Systeme (ITIS) an der Universität der Bundeswehr
Bericht
| Laufzeit: |
Juni 2003 - Dezember 2005 |
| Projektleitung: |
Dr. D. Alberts (OSD-NII, USA) / Prof. Dr. R.K. Huber |
Effects of Individual and Team Characteristics on Team Performance Center for Edge Power, Naval Postgraduate School, Monterey / Institut für Technik Intelligenter Systeme (ITIS) an der Universität der Bundeswehr
Veröffentlichung
| Laufzeit: |
Januar 2006 - März 2007 |
| Projektleitung: |
Prof. Dr. R.K. Huber / Mag. rer. nat. Petra Eggenhofer |
NATO Network-Enabled Command and Control Maturity Model NATO Research and Technology Organization / Zentrum für Analysen und Studien der Bundeswehr / Institut für Technik Intelligenter Systeme (ITIS) an der Universität der Bundeswehr
| Laufzeit: |
August 2006 - August 2009 |
| Projektleitung: |
Dr. D. Alberts (OSD-NII, USA) / Prof. Dr. R.K. Huber / Prof. J. Moffat (dstl, UK) / Dr. R. Hayes (EBR, USA) |
Promotionen
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Dr. rer. nat Bruno Schwindt
Ergänzende Nutzlasten für Raumtransportsysteme (Technische Universität München)
(17.07.1979; Referenten: Prof. Dr. Igenbergs, Prof. Dr. Beckmann, Prof. Dr. R.K. Huber)
Die Arbeit untersucht das Problem der Implementierung von ergänzenden Nutzlasten in Raumtransportsysteme mit dem Ziel, ein Verfahren zur Planung
und Auswahl von (die Hauptnutzlast ergänzenden) Hochschulexperimenten für Spacelab-Raumflüge zu entwickeln. Bei den ergänzenden Nutzlasten handelt es
sich dabei um kleinere Experimente, welche die von den groen Experimenten der Hauptnutzlast nicht voll beanspruchten Ressourcen möglichst gut ausnutzen sollen,
dabei aber die Hauptnutzlast nicht beeinträchtigen dürfen. Es zeigt sich, da wegen der Vielzahl der zu beachtenden meist nichtlinearen Mehrbedingungen heuristische
Verfahren denen der mathematischen Programmierung deutlich überlegen sind.
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Dr. rer. nat. Bernt-Eberhard
Wobith
Eine Lösung des heterogenen
stochastischen Lanchaster-Modells mit beiderseitig virtuell unbegrenzten
Gefechtsteilnehmern
(11.01.1989; Referenten: Prof.
Dr. R.K. Huber und Prof. Dr. Albert A. Stahel, ETH Zürich)
Es wird die Lösung eines stochastischen Modells vorgestellt, das ein heterogenes Gefecht zwischen verschiedenen
gegnerischen Waffenklassen unter Benutzung von Markov-Prozessen und unter Annahme eines virtuell unbegrenzten Waffenvorrats
abbildet. Mit Hilfe der allgemeinen Komponente des Modells kann man z.B. die Verteilung der Verluste ermittlen, die die Berechnung der zu
erwartenden Verluste sowie der zugehörigen Varianzen gestattet. Gewisse Parameter der allgemeinen Komponente lassen sich durch eine
spezielle Modellkomponente bestimmen.
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Dr. rer. nat. Uwe Dompke
Zur Abbildung taktisch/operativer
Entscheidungsprozesse in militärischen Konfliktsimulationen am Beispiel
eines Luftkriegssystems höhere Ebene
(30.03.1992; Referenten: Prof. Dr. R.K. Huber und Prof. Dr. H.W.
Hofmann)
Es wird die Eignung der drei wichtigsten Ansätze
zur Modellierung militärischer Entscheidungsprozesse -
Entscheidungstabellen, konventionell basierte Regelsysteme, Expertensysteme
- im Hinblick auf die spezifischen Anforderungen militärischer
Konfliktsimulationen anhand eines hierfür entwickelten
Luftkriegssimulationsmodells mit offener Architektur untersucht.
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Dr. rer. nat. Klaus Helling
Zur Operationalisierung
der Theorie des militärischen Kräftegleichgewichts
(04.07.1997; Referenten: Prof. Dr. R.K. Huber und Prof.
Dr. Albert A. Stahel, ETH Zürich)
Es wird ein Ansatz vorgelegt, der die Prüfung
von Hypothesen über die Bedeutung militärischer
Kräfteverhältnisse auf dem Hintergrund der Qualität der
(nicht-militärischen) Beziehungen zwischen den Parteien in multipolaren
internationalen Systemen anhand einer skalaren Größe
ermöglicht.
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Dr. rer. nat. Gernot Friedrich
Ein systemanalytischer Ansatz zur Untersuchung von Möglichkeiten zur Stabilisierung internationaler Systeme unter
besonderer Berücksichtigung von Machtprojektion, Bündnisbildung und ökonomischen Restriktionen
(15.11.2000; Referenten: Prof. Dr. R.K. Huber und Prof. Dr. H.W. Hofmann)
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines formalen Konzepts zur Beschreibung der Struktur
und des Verhaltens generischer internationaler Systeme und dessen Realisierung in Form eines Simulationsmodells
zur experimentellen Untersuchung von Stabilitätseigenschaften und Stabilitätsbedingungen derartiger Systeme unter
besonderer Berücksichtigung sicherheits-, verteidigungs- und bündnispolitischer Handlungsoptionen, die den Akteuren
unter Magabe ihrer Rüstungsanstrengungen und der ökonomischen Restriktionen zur Verfügung stehen.
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Dr. rer. nat. Sebastian Schäfer
Analytische Methoden zur Kräftebedarfsplanung
bei Bedienung stochastisch auftretender Aufträge im Rotationsprinzip
(27.10.2003; Referenten: Prof. Dr. R.K. Huber und Prof. Dr. R. Avenhaus)
Ausgehend von der Beobachtung, dass der Einsatz von Streitkräften für so genannte "Operations-Other-Than-War"
(Petersberg Aufgaben) hinsichtlich Beginn und Dauer durch Zufallsgesetzte beschrieben werden können, werden
als Alternative zur Simulation mit dem von Cherry und Huber vorgelegten Modell STORM (Stochastic Requirements Model)
analytische Methoden entwickelt, welche eine zeiteffiziente Optimierung von Streitkräftestrukturen für derartige Einsätze
unter Berücksichtigung der Personalrotation und Vorgabe von Mindestverfügbarkeiten ermöglichen.
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Dr. rer. nat. Jens Römer
Analytische Methoden zur Unterstützung der Einsatz- und Ressourcenplanung
in fähigkeitsorientierten Verlustsystemen.
(06.03.2006; Referenten: Prof. Dr. R.K. Huber und Prof. Dr. R. Avenhaus)
Es wird ein mathematisches Modell entwickelt, mit dem unter expliziter Berücksichtigung der Unsicherheiten, die mit dem Zeitpunkt des Eintritts von Ereignissen für den Einsatz von Streitkräften, die Dauer der Einsätze und die dabei benötigten militärischen Fähigkeiten verbunden sind, wichtige Kenngrößen für eine zeiteffiziente Optimierung des Fähigkeitsprofils von Streitkräften und der Einplanung einzusetzender Einheiten mit unterschiedlichen Fähigkeiten bestimmt werden knnen. Das Modell stellt eine Erweiterung des Modells der "Multiple Service Multiple Loss Systems" dar, welche zur Analyse von Telekommunikationsnetzen entwickelt wurden.
Wissenschaftliche Veranstaltungen
- Modeling and Analysis of Defense Processes, NATO-RTO, Brüssel, 27.-29. Juli 1982
- Quantitative Approaches to Armas Control, Hochschule der Bundeswehr, FT 1983
- Long-Term Development of NATO's Forward Defense, Deutsches Strategie Forum, Bad Godesberg, 2.-4. Dezember, 1984
- Modeling and Analysis of Arms Conrol Problems, NATO-RTO, Spitzingsee, 20.-25. Oktober 1985
- Conventional
Stability: Prerequisites and Analysis
Requirements, Universität der Bundeswehr München,
10.-13. Oktober 1989.
- Problems of
International Stability in a Multipolar World, Universität
der Bundeswehr München, 23.-25. November 1992.
- Modeling and Analysis
of Stability Problems in Multipolar International Systems,
Universität der Bundeswehr München, 07.-09. Juni 1995.
- Defense Analysis for the 21st Century: Issues, Approaches, Models. Universität der Bundeswehr München, FT 1998
Wissenschaftliche
Mitarbeiter
J. Römer, 26.04.04
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